Atem-Meditation – einfach und wirkungsvoll …

Atem-Meditation – einfach und wirkungsvoll …

und warum sie gerade für Anfänger so wertvoll ist!

Diese Meditation ermöglicht dir:

  • dich von belastenden Gedanken zu distanzieren
  • deine Konzentrationsfähigkeit zu steigern
  • dein Nervensystem zu beruhigen
  • präsenter im Moment zu sein

Schau dich mal dort um, wo du gerade bist und bleib mit deinem Blick an einem statischen Gegenstand hängen. Fokussiere diesen Gegenstand, ohne dich in deinen Gedanken zu verlieren. Bleib da! Was bemerkst du schon nach kurzer Zeit? Unruhe? Langeweile? Wenn du ungeübt in Meditation bist, wirst du an dieser Stelle sicher zustimmen, oder?

Es ist einfacher, seine Aufmerksamkeit auf ein nicht statisches Objekt zu richten. Hier bietet sich die Atmung an. Sie ist immer da und verändert sich gleichzeitig. Und trotzdem ist sie noch monoton genug, um unsere Aufmerksamkeit herauszufordern.

In diesem „Spannungsfeld“ erfahren wir schon genau das, was Meditation ausmacht: wahrzunehmen, wo wir gerade mit unserer Aufmerksamkeit sind und immer wieder geduldig zum Meditationsobjekt „Atmung“ zurück zu kehren.

Je geübter wir sind, desto länger können wir unsere Aufmerksamkeit auf unseren Atmen richten. Und gleichzeitig trainieren wir unsere Konzentrationsfähigkeit, welche für Menschen – ganz nebenbei – eine wertvolle Ressource darstellen kann.

Ein weiterer Vorteil der Atem-Meditation ist, dass wir auch im Alltag beginnen unsere Atmung besser wahrzunehmen. Dies ist deshalb so wertvoll, da wir über die Atmung ganz bewusst Einfluss auf unser Autonomes Nervensystem und somit unsere Entspannungsfähigkeit nehmen können. Wenn wir zum Beispiel in einer Stresssituation sind, können wir bewusst langsam und tief atmen und beruhigen uns damit selbst. Die Fähigkeit, sich auf diese Weise selbst regulieren zu können, ist besonders für Menschen mit Angsterkrankungen unbezahlbar. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wovon ich spreche!

Das ist das Tolle an der Atmung: sie passiert einfach ohne unser Zutun – und gleichzeitig können wir sie bewusst steuern, um damit selbst Einfluss auf unser Wohlbefinden zu nehmen.

Während einer Meditationsübung richten wir unsere Aufmerksamkeit nach innen und sind alleine dadurch schon mehr bei uns. Körperempfindungen und Gedanken werden präsenter. Wir beeinflussen unsere Atmung nicht und werden doch bemerken, dass sie sich nach einiger Zeit ganz von selbst verlangsamt.

So geht`s …

  • Setz dich mit geradem Oberkörper auf ein Kissen oder einen Stuhl. Es ist wichtig, dass du frei atmen kannst. Lehne dich also gerne etwas an, wenn dir das freie Sitzen mit geradem Rücken schwer fällt.
  • Schließ deine Augen. Wenn dir das unangenehm ist, fixiere einen Punkt vor dir auf dem Boden, den du entspannt betrachten kannst.
  • Atme ein paar Mal tief durch die Nase ein und aus. Mach beim Ausatmen gerne Töne und nimm wahr, wie gut das tut.
  • Lass deine Atmung nun von ganz alleine fließen. Nimm wahr, wie leicht das ohne dein Zutun geschieht.
  • Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Naseneingang. Nimm wahr, wie sich der Atemstrom dort anfühlt.
  • Bleibe mit deiner Aufmerksamkeit am Naseneingang und beginne deine Atemzüge zu zählen.
  • Einatmen = 1 , Ausatmen = 2 usw.
  • Zähle bis 21 – wenn du mit deinen Gedanken abschweifst, kommst du immer wieder zu 1 zurück.

Mach dir dabei keinen Stress und verurteile dich nicht, wenn es dir schwer fällt, deine Aufmerksamkeit bei deinem Atem zu halten.

Das ist Meditation! Sich einfach immer wieder dessen bewusst zu werden und zum Meditationsobjekt zurück zu kommen!

Mit viel Übung schulst du deine Konzentrationsfähigkeit immer mehr und es gelingt dir immer besser, deine Aufmerksamkeit auch über längere Phasen hinaus zu halten. Und wenn du wissen möchtest, was Meditation noch bewirken kann, schau doch mal hier hinein: Wie Meditation das Bewusstsein schult und uns aus der Problem-Trance holt.

Freude und viele neue Erkenntnisse wünscht dir

Dein Selbstglück ♡

Auch hier gilt: wenn du unter einer akuten starken Angststörung oder einer anderen psychischen Erkrankung leidest und bisher keine Erfahrung mit Entspannungstechniken sowie Meditation gemacht hast: sprich bitte mit deinem behandelnden Arzt, bevor du anfängst zu üben!

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